Fr
06
Apr
2012
Gestern, am 5.4.2012 habe ich in der Sächsischen Zeitung einen sehr guten Leserbrief von Dr. Hartmut Sommer aus Dresden entdeckt. Diesen möchte ich gern in unserem Blog veröffentlichen:
Sächsische Zeitung, Do., 5. APRIL 2012
Leserbrief von Dr. Hartmut Sommer, Dresden
Zu „Niederlage vor der Kur“ vom 30. März 2012, Seite 15: "Der Verfolgungswahn ist grotesk"
Ich finde es beschämend und geradezu skandalös, auch noch am Tage der Kürentscheidung zu den Eiskunstlaufweltmeisterschaften bekannt zu geben, Robin Szolkowy die Förderung als Zeitsoldat zu verweigern und das unter Heranziehung von formaljuristischen Gründen, die nicht einmal ihn selbst, sondern seinen Trainer betreffen. Auch angesichts der Tatsache, dass sehr vielen Tätern und aktiven Nazis in der Bundesrepublik neben hohen Pensionen viele Wege geebnet wurden, sehr schnell wieder in Justiz, Verwaltung und Politik Karriere zu machen (was hinlänglich bekannt ist), ist der Verfolgungswahn mehr als 20 Jahre nach dem Ende der DDR gegenüber dem Trainer Ingo Steuer grotesk und nicht zu rechtfertigen. Meine Anerkennung und Glückwünsche gelten der sportlichen Leistung des Eiskunstlaufpaares und ihres Trainers, die trotz dieser Demütigung zum vierten Mal Weltmeister wurden.
Mein Kommentar dazu:
War es seitens der Medien gesteuerte Absicht politischer Kräfte, diese Nachricht, Robin die Förderung zu verweigern, vor der entscheidenden Kür zu veröffentlichen, um damit Unruhe in das Team von Ingo Steuer zu bringen, damit diese den vierten WM-Titel nicht erzielen?? Das muss man sich fragen. Politik im Sport war schon vor der Wende ein großes Thema. Das hat sich wohl nicht geändert.
Dirk Kohl, Geschäftsführer WELTBUCH Verlag
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