Vorschau



Michael Schmidt

"Der Richtigspieler"

Ein biografischer Roman um Willem Mengelberg 

 

geplante Erscheinung:

23. März 2017

Hat der Journalist, der den holländischen Dirigenten Willem Mengelberg im Schweizer Exil besucht, gemeint, er könne ein normales Interview führen? Es wird ein Monolog: Nach Jahren des erzwungen Schweigens redet der alte Maestro – drei Tage lang. Er redet sich buchstäblich zu Tode. 

Warum Beethoven nur bei ihm, Mengelberg, richtig klang – jetzt kann

es heraus. Daß aber Mahler der größte aller Komponisten war, und dazu

noch sein bester Freund – die Welt soll es wissen. Auch über das Unbegreifliche ist zu reden: warum Mengelberg mit den deutschen Besatzern kollaboriert hat. Dafür wurde er mit Amtsenthebung bestraft. Doch hat ihm nicht gerade die Vertrautheit mit den Nazi-Größen erlaubt, das Schlimme zu mildern, Menschenleben zu retten? Mit von Fieberschüben befeuerter Bitterkeit geißelt der gestürzte Pultstar die Scheinheiligkeit der Welt. In ihr gehe es nicht darum, was einer gesagt und getan habe, sondern nur wann und vor welchem Hintergrund.

Michael Schmidts biografischer Roman über Willem Mengelberg handelt von den Verstrickungen, in die geraten kann, wer die Zeit, in der er lebt, nicht mehr versteht – und von den Stricken, die Andere den Betroffenen mit Vorbedacht aus solchen Verstrickungen drehen. Deshalb spricht aus dem Text auch das Erstaunen darüber, wie ein großer Künstler des 20. Jahrhunderts vergessen wurde – weil er vergessen werden sollte.

 

Michael Schmidt (geb. 1962) hat bereits zwei Sachbücher geschrieben. Er lebt in Dresden. „Der Richtigspieler“ ist sein Romandebüt.



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