Engels und die Schwestern Burns


In den meisten Biographien über Friedrich Engels fanden seine Lebensgefährtinnen Marie und Lydia Burns gar keine oder nur Lebensdaten erfassende Erwähnung. Seine Biographen übergingen Engels tiefe Liebe und Leidenschaft für Marie, und nach deren frühem Tode ihre Schwester Lydia. Die beiden Frauen kamen aus Irland und galten schon ihrer Herkunft wegen für einen Fabrikanten als nicht gesellschaftsfähig. Doch nahm vor allem Lydia an den politischen und sozialen Kämpfen ihrer Zeit teil, was einem Engelsschen Freund veranlasste, ihm den „Rat“ zu geben, er solle Frau Burns in der Wanne baden, die er ihm aus Frankreich mitgebracht habe, damit er das Feuer der Leidenschaft, das in ihr brenne, löschen könne. 

Die Schwestern Burns waren liebende Frauen, gefangen in religiösen Traditionen, die sich – wie der Fabrikant Engels – über alle gesellschaftlichen Ressentiment hinwegsetzten.


Engels und die Schwestern Burns

Günter Mager (D)

Buch, Hardcover, 424 Seiten, 21,5 x 15 cm, erschienen: 05.12.2019, 1. Auflage, Deutsch, ISBN: 978-3-906212-53-1

Engels und die Schwestern Burns (Buch, HC)

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über den Autor

Günter Mager erlebte seine Kindheit in einem von den Nazis verfolgten und sozialdemokratisch orientierten Elternhaus, das ihn weltanschaulich prägte und ihn zum Gegner faschistischen Handeln und Denkens macht. Er studierte Geschichte und promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle. Er lehrte u.a. als Dozent an einer Fachschule.


Leseprobe

Kapitel 1

 

Iren sind ein besonderer Menschenschlag. Iren sind Familienmenschen. Familie ist ihr A und O. Zur vollständigen irischen Familie zählen nicht nur die engeren Verwandten, sondern auch die etwas weiteren, z.B. die Enkel der Schwestern und Brüder beider Großmütter und Großväter. Bedenkt man die allgemeine Freude am Kinderzeugen und –kriegen, kommt eine stattliche Verwandtschaft zusammen, die zuweilen auch die Nachfahren der Urgroßeltern einschließt. Verwandtschaft hat Volumen, auch wenn man sich nicht unbedingt persönlich kennt. Schon der Name eint: Burns zum Beispiel. Wer den Namen trägt, muss irgendwie mit jedem Burns verwandt sein, mag er in Ulster. Munster, Connacht oder Leinster sein Leben verbringen. Verwandtschaft zählt und darf auf gemeinsame Freude, gemeinsames Leben, Verständnis für die Schwächen des lieben Verwandten hoffen, aber auch auf Ehrerbietung vor dem Älteren, der Frau vor dem Manne, der Söhne und Töchter vor den Vätern und vor allem auf Hilfe, wenn‘s einem Verwandten an Hilfe gebricht. 

Das Leben auf der großen, grünen, mit bescheidenen Bergen, großen Seen, Flüssen, Mooren beschenkten Insel war seit eh und je schwer genug für die Bewohner, denen man rothaarigen Schopf nachsagt, aber nur wenige haben ihn. Von den Iren wird behauptet, im Pub wären sie nach der Arbeit auf dem Felde oder in einer der wenigen Werkstätten häufiger als in den eignen vier Wänden anzutreffen, das ist jedoch die Unwahrheit; denn nicht gar zu wenige Iren sind schon vor der Arbeit auf einen Sprung von einer guten Stunde oder auch etwas mehr im Pub. Dort gibt es die Neuigkeiten, auf die jeder Ire, so wird es ihm nachgesagt, gierig sei wie das Krokodil auf die Beute. Eine Neuigkeit forttragen wie eine Schneeflocke im Winde und sie ausschmückend mitdenken und mitträumen, das wäre es, was den echten Iren auszeichne vorm hergelaufenen Engländer, Schotten oder sonst woher Kommenden und zu dem mache, was eben kein andrer könne: ein wirklicher, verwandtschaftsverbundener Ire sein – ein Burns gar!

Burns gibt es in allen Winkeln der Insel. Der Fleiß, verbunden mit tiefem, selbstverständlich katholischem Glauben, und die Kraft und Lust der Lenden muss dem Urvorfahren der Burns, dem der Name David zugelegt wird, von Gott eingegeben worden sein, wie anders sollte man sich sonst die Burnsschwemme erklären können?! Man muss sie nicht erklären! Sie ist da; denn Gott wollte sie und setzt in der männlichen Abfolge der Geschlechter fort, was dem Urvater durch Gottes unergründlichen Ratschluss, aber auch zur Freude und Lust aller männlichen Burns zugekommen worden war: die Treue zur Familie, zur Verwandtschaft, zum Hergebrachten, zum Glauben an die Dreieinigkeit Gottes.

Zum Letzteren war dem Michael Burns ein Dämpfer aufgesetzt worden. Er hatte, wie alle Burns vor ihm, ein sechzehnjähriges Mädchen zu seiner Frau gemacht, mit achtzehn gebar sie ihr erstes Kind. Zu einem hellen, blonden Mädchen sollte es heranwachsen, doch starb es schon nach wenigen Monaten. Andere Kinder folgten, aber nur drei blieben. Zwei erreichten als heiratsfähige, aber keineswegs dazu bereite Töchter das Erwachsenenalter, verzichteten fern des Brauches auf den Ehemann. Auch ein Junge war Michael Burns herangewachsen von den neun Kindern, die ihm seine Frau Mary geboren hatte. Danach war einfach Schluss, und so sehr sich Michaels Lenden bäumten, das zehnte Kind wollte bei den Burns nicht geboren werden. Darüber hatte Michael mit dem Pfarrer Hunt gesprochen, der ihn mit den üblichen, hilflosen Reden zurichtete, wie Gottes Wille oder Gottes Ratschluss oder allein Gott weiß, was für die Burns gut ist und dergleichen mehr. Da war der Pfarrer schlecht beraten. So ganz, und selbst für Michael unmerklich, hatten sich gefährliche Denkviren in seinem Hirn eingenistet. Wahrlich, für einen guten Katholiken, wie Michael Burns einer war oder zu sein meinte, eine hinterhältige, schleichende, geheimnisvolle Krankheit: die Suche nach der Wahrheit außerhalb der Religion. Eine Infamie also, die ihn befiel, ohne dass er sich ihrer zunächst bewusst wurde. Pfarrer Hunt erkannte lange vor Michael das Abirren seines Schäfleins und suchte es mit langmütiger Güte in die Herde zurückzutreiben. Aber dem störrischen Bock Burns war nicht beizukommen.

Er war und blieb so, wie er geworden war. Ihm genügten die platten Antworten Pfarrer Hunts nicht. Nach dem Tode des ersten kleinen Mädchens, das nach der Großmutter Angela genannt worden war, begannen diese Denkviren ihr Unwesen. Warum dieser doch als gütiger Gott bekannte Gott ihm diesen Schmerz zugefügt habe. Selbst wenn er, wovon er jedoch nichts wüsste, von Gott für irgendeine Missetat hätte bestraft werden sollen, so hätte Gott ihm Husten, Schnupfen, die spanische Grippe seinetwegen, anhängen können, aber dieses junge Leben einfach auslöschen für eine Schuld, die er ohne sein Wissen auf sich geladen habe, also ohne jede Absicht und niemals mit bösem Willen, das könne er Gott nie verzeihen.

„Du haderst mit Gottes Ratschlüssen. Sie sind unergründlich“, hatte Pfarrer Hunt begütigen wollen, aber Michael Burns hatte dem Pfarrer nur aufgebracht geantwortet: „So einen Quatsch will ich von Euch nie mehr hören, Pfarrer Hunt.“

Zwar hatte danach Pfarrer Hunt noch mehrfach versucht, dem Michael Burns ein Licht aufzustecken, doch war Burns Erwidern eher gröber als umgänglicher geworden. Die Jahre und die weiteren Kinder hatten nichts daran geändert, im Gegenteil, sie bestichelten einander noch eine Zeit lang, wo sie nur konnten, dann aber verspritzten sie wirksameres Gift und trugen beide dazu bei, dass sich im Städtchen Tipperary zwei Parteien bildeten: die des Pfarrers Hunt und die mehr geheime des Michael Burns. Was denn Gott getan habe in seiner tausendjährigen und erst von den Christen erkannten Macht gegen Unehrlichkeit und Verrohung, Kindesmord und Niedertracht, Plünderung und Vergewaltigung, trieb Burns den Pfarrer vor sich her, der ihn schließlich von der Kanzel herunter als einen Teufelsbruder, einen Hexenmeister beschimpfte und so für Wallungen sorgte. 

Ein Hexenmeister war Michael Burns im Nebenerwerb, hatte er doch eine Kunst zur Perfektion gebracht, die ihm Bewunderer und Neider bescherte. Er konnte Wolle, die zu Fäden gesponnen worden war, in einer einzigartigen Weise färben: Grün, wer sie grün haben wollte, nicht nur grün so allgemein, sondern ein Grün, wie es der Kunde sich unter vielen Varianten ausgesucht hatte. Und wenn er nach einem Jahr das gleiche Grün erneut verlangte, für Burns war das kein Problem, auf den Farbton genau erhielt der Kunde, was er begehrte. Michael färbte die Wolle auch in blau, rot, grau, schwarz oder ocker. Wie er die Farben mischte und woher er den Rohstoff nahm, hütete er wie ein Geheimnis selbst vor seiner Frau und vor seinem Sohne, der dem Vater erst offen, später listig, aber nicht listig genug, die geheime Kunst des treffsicheren Färbens abluchsen wollte. „Kommt Zeit – kommt Rat“, vertröstete er ihn.

Michael Burns betrieb in einer Seitenstraße Tipperarys, der Bridge Street, neben seinem Pub einen Laden und verkaufte alles, was ein Ire brauchen konnte: Mehl, Graupen, Zucker, aber auch Säcke, Körbe, Hämmer und anderes Werkzeug und die nötigen Utensilien dazu wie Nägel, Krampen, Draht, all die Dinge also, die das Leben auf dem Lande mitbestimmten. Sogar eine Pflugschar hielt er im Vorrat. Sie hatte nicht jeder Händler ständig im Angebot, denn sie war teuer. Er wusste nicht, wie lange sie bei ihm liegen blieb, bis sie einer brauchte. „Totes Geld“, murrte seine Frau ein wenig, er aber erwiderte verschmitzt, benötige sie einer, dann brauche er sie sofort und nicht erst zehn, vierzehn Tage später. Er vergesse bei diesem Geschäft seinen Gewinn schon nicht, komme gewiss nicht zu kurz dabei. 

Michael Burns war ein weit über das Städtchen Tipperary hinaus bekannter Mann. Er war wer, auch in der Umgebung. Sein anhaltender Streit mit Pfarrer Hunt erwies sich als geschäftsschädigend, was Burns Einsehen in die Macht des Pfarrers nicht förderte, sondern ihn eher zu neuem Herauslocken antrieb: „Hass und Lügen regieren die Welt – und was tut Gott dagegen?“, posaunte er etwas whiskybeschwipst eines Tages in seinem Pub, so dass ihn der Pfarrer ins Pfarrhaus bestellte und ihm klarmachte, es gehe so nicht weiter. Er könne nicht dulden, wie Burns den Glauben herabsetze, die Kirche mit Schmutz bewerfe und ihm das Leben sauer mache. 

Auch sei er seinen Kindern ein miserables Vorbild und erziehe sie nicht im Sinne der Kirche, wovon er zahlreiche Beweise allein aus dem Religionsunterricht erbringen könne. Er habe dieserhalb den Herrn Bischof kontaktiert, der ihm geraten habe, ihm anzudrohen, er müsse die Gemeinschaft der ehrlichen Christen verlassen, bereue er nicht öffentlich seine Abirrungen und gelobe Besserung. Michael Burns hatte den Redeschwall über sich ergehen lassen, gefragt, ob dies alles sei, was er ihm zu sagen gehabt hätte, und als der verdutzte Pfarrer dies bejahte, warf Burns trocken, aber innerlich wütend hin: „Nächstenliebe, Nächstenliebe ist das nicht, mein lieber Hunt“, und schloss geräuschvoll die Tür hinter sich. Hat dieser Mensch mich einfach Hunt und nicht mal Pfarrer Hunt genannt?, grollte der Pfarrer hinter Burns her und verstand, er müsse dem Dreisten nun härtere Bandagen anlegen, ihm das Geschäft ernstlich vermiesen, das wird ihn am ehesten schmerzen, Kaufmann wie er ist, dieser Burns. So warnte er am folgenden Sonntag in der Kirche vor dem Kaufe bei Michael Burns und vor dem Pub, denn es könne nicht anders sein und er könne kein anderes Zeugnis ablegen als dieses: Michael Burns Geschäfte seien unrein, sein Whisky wecke Gedanken, die von der Mutter Kirche fortlenkten, wie alle Gläubigen seit langem wüssten. Meiden sollen die Tipperarys den Laden und den Pub in der Brigde Street, weil keiner wisse, ob nicht ein ganz anderer dort anzutreffen sei, der sie alle ins Verderben stürzen wolle, ja in die ewige Verdammnis. Das wirkte. Selbst die nicht so fest im Glauben Stehenden schlichen sich mehr zum Pub als dass sie dorthin schlenderten. Die anderen aber liefen in die anderen Pubs des Städtchens Tipperary in der nahen Main Street und versorgten sich dort. „Du musst einfach ein bisschen bereuen“, riet ihm einer, der noch zu ihm kam und seinen Whisky bei Burns trank. „Wer die Wahrheit sucht, fällt in die ewige Verdammnis?“, trotzte Michael und ahnte doch, dass er der Schwächere ist, der Pfarrer am längeren Hebel sitzt. Eine Ausnahme aber gab es, die des Reverend Marshal Clarke, der nicht nach katholischem Brauch predigte, sondern nach dem der presbyterianischen Glaubensgemeinschaft, die einst von Schottland herüber auf die Insel kam und von den Engländern geduldet wurde. Es waren mehr die zu Iren gewordenen und arm gebliebenen Engländer, die sich die ziemlich weltlichen Predigten des Reverends anhörten. Die presbyterianischen Gläubigen in Tipperary bildeten nur eine kleine Gemeinde. – Einmal im Jahr gewann der Reverend einen Bauern aus einem nahen Gehöft, der ein Glaubensbruder von ihm war, lud Tipperarys Kinder auf einen Wagen, der sonst zum Heueinfahren benutzt wurde – gleichgültig, ob katholischen, calvinistischen oder presbyterianischen Glaubens, alle Kinder durften mit –, und kutschierte die Kleinen zu einem nahen Ziel, sei es ein Berg, ein liebliches Tal oder eine bedeutsame Stätte. Das war ein wichtiger, ereignisreicher Tag für die Kinder, dem sie entgegenfieberten. Sonst gab es nur den müden, sich hinschleppenden Alltag. Reverend Clarke unterbrach ihn zur Freude aller Kinder, deren Eltern es erlaubten, dass sie mit dem Reverend reisen dürfen – einen Tag lang: vom Morgen bis zum frühen Abend. Marshal Clarke trank seinen Whisky und sein Bier nur bei Michael Burns; denn dieser Michael wagte zu sagen, was er dachte und nahm Nachstellungen hin, als wären sie von Gott. Michael Burns konnte es nicht lassen, anders zu denken, als die katholische Kirche befahl.  

Unter dem vermeintlichen Starrsinn Michael Burns litt auch die Familie, besonders seine ihm ganz ergebene etwa acht Jahre jüngere Frau Mary. Sie war im nahen Dorfe Goden herangewachsen, eines von vierzehn Kindern, das siebte. Auch ihre Geschwister gingen meist im Säuglingsalter, zwei im frühen Kindesalter, ein Bruder mit vierzehn Jahren von dieser Welt und geblieben waren vier: drei Brüder und sie. Unter den noch lebenden Geschwistern war sie die Jüngste. Die drei Brüder kehrten dem Heimatdorfe den Rücken, sobald ihre Eltern im Grabe lagen, und zogen in die Welt. Zwei versuchten in England ihr Glück, der Dritte fuhr ein paar Jahre zur See und soll in Amerika angeheuert haben. Genaueres weiß man nicht. Hier zerschlissen die Familienbande – zumindest so lange, bis sich dieser oder jener auf seinen Onkel im Nachbardorfe besann und ein Lebenszeichen von sich gab. Briefe schreiben gehörte nicht zu ihren Bedürfnissen. Es wird noch dauern, bis sich die drei aufraffen. Und die Schwester Mary, nun, die war gut verheiratet worden, die lebte in Saus und Braus und genoss ihr Leben an der Seite dieses angesehenen Michael Burns. Schlecht hatte sie es nicht getroffen. Michael liebte seine Mary. Fast jeden Wunsch erfüllte er ihr. Sie stritten nicht, mal gab sie nach, auch mal er. Sie hatten sich etwas zu erzählen, er über seine Kunden, sie über die heranwachsenden Kinder; denn ihnen beizubringen, wie man betete, sich am Tisch benahm, die Hände wusch und auch sonst den Körper rein hielt, wie man einander half und Pflichten in Haus und Hof übernahm und ihnen nachkam, war Marys Aufgabe. An nicht zu seltenen Abenden saß man am Tisch und spielte mit Karten oder Würfeln und vertrieb sich in heiterer Atmosphäre die Zeit bis zum Nachtgebet. Ab und zu fand sogar ein Buch ins Haus, das einer, der Waren aus Dublin zum Weiterverkauf mitbrachte, bei der nächsten Lieferung gegen ein anderes eintauschte. Wenn Michael Bruns die Geschichte vom „Verhexten Hochzeitspudding“ oder von der „Entführten Braut“ vorlas, da erschauerten die Burns bis ins Mark. Wie auch sollte man es sich mit dem Verstande erklären, was da geschah! Eine Braut entschwand am Hochzeitstage, als löse sie sich in Luft auf und wurde ein paar Tage später vom Bräutigam durch die Wand hindurch gesehen, wie sie in ihrem weißen Brautkleide den Feen beim Tanze folgte und ihnen unterwürfig diente. Niemand konnte sie erlösen. Es war ihr Schicksal, in das sie sich fügen musste. Die Geschichte vom Hochzeitspudding aber lehrte die Burns, Gott gibt nichts umsonst. Körperliche Stärke schenkt er, damit man sie nutze. Gott dürfe man nicht erzürnen, etwa wenn man einen heiratet, der nicht katholisch ist, sondern einer abtrünnigen Sekte huldigt. Das ergrimme Gott, aber auch die Feen, denen der andere Partner gewogen ist. Also ist es gut, wenn der Schuster bei seinem Leisten bleibt und der Katholik bei der Katholikin. Dass aber Ehemann Michael den lieben Herrn Pfarrer Hunt immer und immer wieder reizt und klüger, ja wissender sein will als der Gottesmann, das brachte Mary zuweilen heftig auf. Sie litt darunter und mäkelte an Michael herum, ihrem ihr von Gott gegebenen Ehemann, dem sie Kinder zu gebären und zu gehorchen hatte und Dankbarkeit bezeigen und zu ihm aufblicken musste. Wie aber konnte sie das, wo er so hitzköpfig Pfarrer Hunt reizt und ihm die Laune verdirbt, die der Pfarrer dann an den Kindern auslässt, vor allem in den Stunden, in denen der Herr Pfarrer die Kinder christlich denken und christlich handeln lehrt. Empört hatten sie diese Worte ihres sonst so lieben, sorgenden Ehemanns: „Im Religionsunterricht lernt man, wie sich der Wolf im Schafspelz versteckt.“ Den Sinn hatte sie zwar nicht so ganz verstanden, und als sie den lieben Pfarrer Hunt danach gefragt hatte, was wohl ihr Michael gemeint haben könnte, knurrte der nur, ihr Mann sei ein verkappter Atheist. Da wusste Mary gleich recht nicht, was gemeint war. Früher, als sie ganz jung verheiratet gewesen waren und sie ihm ihr erstes Kind, ihre so früh zu Gott gerufene Angela, geboren hatte, da war Michael ein anderer gewesen. Aber seitdem ist es mit seinem Verstande immer schlimmer geworden, von Jahr zu Jahr schlimmer, so als hätte ein andrer von ihm Besitz ergriffen. Deshalb muss sie behutsam mit ihm sein und ihn möglichst nicht ergrimmen. Das auch der Kinder wegen. Ihnen hatte er in ihrer Gegenwart zu ihrem Entsetzen allen Ernstes gesagt, Religion und Kirche hätten nur vier Aufgaben, nämlich Kinder zu taufen, ihnen die erste und zweite Kommunion zu geben, das Ja-Gelöbnis zur Heirat einzuheimsen und eine Schaufel Erde mit salbender Predigt auf den Sarg zu werfen. Zu mehr seien die beiden nicht nütze. Mary war über die gottlosen Worte ihres Mannes derart erschrocken, dass sie die Kinder sich hinknien hieß und inbrünstig laut zu Gott betete, er möge nicht hinhören, was ihr Ehemann soeben gesagt habe, er hätte das gewiss nicht so gemeint. Aber die Kinder hatten das verstanden und sie fanden es merkenswert. Es war Lizzy, die jüngere der Schwestern, die Vaters Worte nicht ohne eine gewisse Häme dem Pfarrer unter die Nase rieb. Pfarrer Hunt nahm Mary Burns nach der Sonntagspredigt beiseite und holte sich Klarheit, ob das tatsächlich so gesagt worden wäre. Mary Burns Herumdrucksen machte ihm klar, so oder doch so ähnlich hatte dieser Michael Burns es gesagt. Das war zu viel! Jetzt wird er alles dransetzen, dass dieser Mann aus dem Städtchen kommt. Die Kinder, ja die Kinder werden unter diesem Vater leiden. Aber besser das als so einen Kerl, so einen … so einen länger in Tipperary zu wissen.

Der Junge, der James, sieht merkwürdigerweise aus wie Marys Vater, gleicht ihm in Statur, in den Bewegungen, der Nase, der Stirn und den Ohren und wackelt auf einem etwas zu langen Halse mit dem Kopfe genauso wie ihr Vater, wenn er etwas nicht verstanden hat oder am Überlegen ist. Er ist ein braver Junge geworden, einer, der zupacken kann und keine Arbeit scheut, die Religion liebt und etliche religiöse Texte hersagen kann. Pfarrer Hunt hat ihm wie auch den Töchtern und allen anderen Kindern im Ort das Lesen und Schreiben und auch das Rechnen beigebracht, mal mit Geduld, mal mit dem Rohrstock, und er hat die Kinder auch ein wenig das Gälische gelehrt, das die Engländer nicht dulden wollen, ihre schöne irische Sprache mit diesem singenden und dennoch rhythmischen Klang. Die Sprache, in der ihre Vorfahren redeten, bevor die Engländer ihnen die ihre aufdrängten und in der Patrick, der Heilige Patrick, den irischen Urvätern vor mehr als tausend Jahren das Christentum brachte. 

Die Töchter dagegen gleichen eher den Vorfahren Michael Burns. Man sagt ja auch, die Töchter kommen mehr nach den Vätern. Wenn das Gottes Wille ist, so muss das eben so sein. Und trotzdem: Wüsste man nicht, dass Mary und Lydia, die Lizzy gerufen ward, Schwestern sind, man glaubte das nicht. Nicht nur, dass sie äußerlich so unterschiedlich sind, Mary mehr ins Irische schlägt mit ihrem rundlichen, vollen Gesicht, den hellen Augen, denen man das Blau gerade noch ansieht, ihren deutlichen weiblichen Formen, Mütterlichkeit vorausahnend, ausgeglichen im Charakter, erinnert Lizzy mehr an normannische Helden, die einst über die irischen Frauen hergefallen waren, ist einen Kopf größer als Mary, obwohl vier Jahre jünger als sie, jungenhaft schlank, dunkelhaarig und fast schwarzäugig, warmherzig und dennoch temperamentvoll und so ihrem Vater sehr viel ähnlicher. Was sie schwesterlich vereint: Beide nehmen ihr religiöses Empfinden stärker von ihrem Vater als von der Mutter. Der Herr Pfarrer Hunt ist sicherlich ein ehrenwerter Mann, der es gut mit ihnen und allen in Tipperary meint und sich des Rohrstockes bedient, wenn die Kinder dies oder jenes Kirchenlied nicht gelernt haben oder 5 und 6 nicht zusammenzählen können. Seine Worte sind einleuchtend, aber Vaters Worte auch; denn der meint es mit ihnen um vieles besser. Er spielt mit ihnen, zeigt ihnen häusliche Handgriffe, tollt durch Wiesen und Felder und lehrt sie das Moor verstehen. Kinder sind bestechlich und verführbar. Diese Kunst beherrscht Vater Burns weit besser als Pfarrer Hunt.

Ein weitläufiger Verwandter mit Namen Jonas Burns hatte aus dem fernen Manchester an Michael Burns einen Brief geschrieben. Er habe gehört, sein lieber Verwandter stecke in Schwierigkeiten mit dem Pfarrer. Er hätte einen Rat parat: Lege dich nie mit den Gottesmännern an, sie sind nachtragend, rachsüchtig und die meisten von ihnen obendrein verdorben. Da aber nun sein Rat zu spät käme, sei sein Vorschlag der: Verkaufe alles und kehre den irischen Kartoffelessern den Rücken. Hier in England erwarte ihn ein neues, freies, frisches Leben. Aus dem Staunen käme er gar nicht heraus, wie es hier angenehmer und lustiger zugehe. Arbeit in Hülle und Fülle gäbe es in Manchester, guten Lohn auch. Abends säßen die Iren beisammen, tränken ihren Brandy and water. Niemand hungere hier, zweimal am Tage genieße er seinen Tee, mittags immer ein Stück Rindfleisch und, wer es wolle, ein Glas Porter dazu. Natürlich müsse man arbeiten, in mancher Fabrik zwölf, in anderen elf oder sogar nur zehn Stunden, aber sonntags sei man sein eigner Herr und müsse sich nicht volllöffeln lassen von irgendeinem Priester, sondern gehe spazieren oder, wer will, eben auch in eine Kirche. Es gebe alle möglichen Kirchen und die verschiedensten Typen Priester. Erstaunlicherweise kümmere es keinen, zu welchem Heiland man bete oder ob man’s überhaupt tut. Vergliche er’s mit dem elenden Leben auf der Insel, mit der steten Angst vor dem Hunger, den Knüppeln und Verliesen der Herren, den habgierigen Pfarrern, so könne er sagen, er lebe in England wie im Paradiese. Er solle sich nur nicht lange besinnen, sondern seinem Rat folgen. Seinem lieben Verwandten werde er über die ersten Tage hinweghelfen, bis er gute Arbeit gefunden und sein neues Leben begonnen habe. Im Übrigen sei er sicher, Michael werde seinen Weg machen in Manchester; denn er könne etwas, was sonst kein Ire hier am Ort beherrsche, nämlich die Kunst des Färbens. Diese Kunst werde ihn zu einem reichen Manne machen, der wie die Engländer spazieren geht mit Hut und Regenschirm und in den feinsten Lokalen verkehrt, in die sich keine Ire und kein Schotte traut. Nun möge er sich nicht lange besinnen, sondern seinem Rat folgen, der ein guter Rat sei.

Es war dies für einen Irländer ein sehr langer Brief, und das machte Michael Burns ein bisschen misstrauisch. Was hat mein Vetter davon, mir so einen Brief zu schreiben?, fragte er sich. Jonas Burns aber war kein Vetter, Michael nannte ihn für sich nur so. Einen Haken muss die Sache haben, überlegte er. Wie kommt sonst so ein Verwandter dazu, mir ohne jeden eignen Nutzen einen unendlich langen Brief zu schreiben. Andererseits, sein Problem mit diesem Hunt löse sich tatsächlich, doch soll er diesem Pfarrer den Triumph lassen? Michael beschloss zu überlegen, und er versteckte diesen Brief vor seiner Frau, doch seine Lockungen trieben ihn um. So begann er einige Zeit danach vorsichtig auszuhorchen, wie denn Mary denke, ob sie ewig in Tipperary sitzen wolle oder ob es für die Kinder und ihr Fortkommen vielleicht doch gut wäre, suche man einen neuen Platz zum Leben.

„Du willst doch nicht etwa nach Amerika?“, erschrak Mary. 

„Nein, nein, nach Dublin vielleicht oder über die Irische See …“

„Mach was du willst. Aber mich kriegst du hier nicht fort.“ Sie sprachs resolut, dass Michael merkte, sie will nicht, noch nicht mal drüber nachdenken. Ihre Wurzeln staken tief in ihrer irischen Heimat. War es ihr schon nicht leicht gefallen, Golden zu verlassen, den Ort ihrer Kindheit, und ihrem frisch angetrauten Manne in die größere Stadt – wenigstens sah sie das so – Tipperary zu folgen, in die Fremde gewissermaßen, so erschien es ihr ungeheuerlich, Tipperary den Rücken zu kehren, den Ort, an dem sie ihre Kinder geboren hat. Er war ihr vertraut geworden mit der großen Main Street und ihren Geschäften, den Galtymore Mountains, die sich ein paar Meilen von dem Städtchen entfernt in den Himmel schoben und im Herbst mit ihrem bunten Bäumen bis nach Tipperary herüber leuchteten. Ihre Kinder spielten in den Wiesen vor der Stadt am kleinen Ara River, und James zog manchen Fisch aus dem Flüsschen, der ein willkommenes Extra auf dem Tische war. Die alte St. Mary Kirche, in der ihre Kinder die heilige Taufe und Kommunion erhielten – sie nie wiedersehen zu dürfen, das erschien Mary Burns undenkbar. Sie hatten sich in der Brigde Street, nicht ohne Entbehrungen und Schwierigkeiten auf sich zu nehmen, einen Laden und einen Pub aufgebaut, hatten Freunde und Bekannte, selbst unter denen, die nicht ihres Glaubens waren, wie der Reverend Clarke. Hier in Tipperary lebten ihre Verwandten, die Burns und die Ashlins, von denen sie kam. In dieser irischen Landschaft lag ihre Urquelle: Nur hier war sie zu Hause, nur hier war ihr Daheim, lieber wolle sie hier darben und hungern, hier arbeiten bis zum Umfallen. Um keinen Preis in dieser Welt, nicht für noch so lockendes Gut und noch so lockendes Geld werde sie fortgehen aus Tipperary. Das, wusste Michael Burns, sagte seine Mary mit diesen trockenen Worten: „Mich kriegst du hier nicht fort.“

Ein paar Monate später, niemals hatten sie wieder über das Thema gesprochen, kränkelte Mary erst ein wenig, dann kam sie zum Liegen und Pfarrer Hunt besuchte sie und spendete Trost, doch half der nicht. Eines Morgens lag sie in ihrem Bett, war eingeschlafen in der Nacht, ohne je wieder zu erwachen. 

Die Verwandtschaft kam, die Leichenfeier wurde gehalten nach altem Brauche und Mary Burns in ihr Grab gesenkt. Michael traf ihr so früher und so unerwarteter Tod schwer. Manchmal haderte er mit sich, glaubte, er habe Schuld auf sich geladen mit seinem Streite mit dem Pfarrer und Gott habe seine Strafe gesandt und ihm das Liebste genommen. Je mehr er sich in diesen Gedanken verrannte, umso mehr grollte er mit sich und der Welt, aber zunehmend mit Gott, der einen unschuldigen, ja gläubigen Menschen mit dem Tode strafte, obgleich ihn keinerlei Schuld traf. Seine Mary war unschuldig. Sie hatte getan, was sie konnte, damit er im Glauben bliebe. 

Unerwartet öffnete er sich Pfarrer Hunt und vertraute ihm seine Gedanken an, aber der Gottesmann fand nicht zur wunden Seele Michaels, sondern sah in Marys Tode Gottes Strafe für den lästerlichen Michael Burns und sprach tief überzeugt: „Du siehst, Michael, Gott verzeiht dir vielleicht in einem späteren Dasein, doch auf Erden musste er dich strafen!“ 

„Er nimmt meiner Frau das Leben, um mich zu strafen? Er tötet einen anderen und meint mich? Was ist das für ein fürchterlicher Gott!“ 

„Er ist gütig, Michael, gütig, weil er dir über diese Strafe den Weg zu sich weist.“

Den Brief, den ihm sein ferner Verwandter Jonas aus Manchester vor gut einem Jahr geschrieben und den er fast vergessen hatte, holte Michael Burns nach dieser Unterredung hervor, las ihn. Tränen traten ihm in die Augen. Er wird einen Entschluss fassen müssen. Für Pfarrer Hunt und ihn ist kein Platz in diesem Städtchen. Wie wahr doch Jonas‘ Meinung ist: Pfarrer sind nachtragend, rachsüchtig und verdorben. Mindestens dieser Pfarrer Hunt ist es. Ein Seelenhirte, nein, ein Seelenhirte ist der nicht! Es ist Zeit, über den Brief des Jonas Burns gründlicher nachzudenken. An einem Abend rief Michael die Kinder mit feierlicher Geste an den Tisch und Michael las ihnen den Brief vor. Da sie schwiegen und nur zu ihrem Vater aufsahen, forderte er, sie sollten endlich den Mund aufmachen. „Ich will nicht weg, ich bin ein Ire und will in Irland bleiben“, sagte James bestimmt. „Wenn es Euch aber, Vater, nach Manchester zieht, so übertragt mir den Pub und den Laden. Ich werde ihn für Euch und meine Schwestern treulich verwalten und Euch den Rücken freihalten, findet Ihr dort nicht das, was Ihr sucht.“

„Und ihr?“, fragte Michael Burns, innerlich aufgebracht über den Vorschlag seines Sohnes James, der ihn, so schien es ihm, schon vor seinem Tode beerben möchte. 

Es war Lydia, Lizzy, die statt einer Antwort leise fragte und ihrem Vater in die Augen blickte: „Ihr werdet uns doch nicht etwa hier zurücklassen?“

Michael begriff, es sind dies seine Kinder, und sie haben die Meinung ihres Vaters, wie es sich gehört für gute katholische irische Kinder. Einen Rat werden sie ihm nicht geben, sondern sich fügen. Er lächelte still in sich hinein und war’s zufrieden, nicht ganz zwar, denn James‘ Antwort wurmte ihn noch ziemlich lange. 

Etliche Tage danach bat er sechs Burns aus der Umgebung zu sich und las ihnen den Brief des Jonas vor. Zwei der sechs Burns waren wirkliche Vettern, die anderen gehörten zum verzweigten Verwandtenkreis. Auch sie schwiegen, blickten auf die Tischkante und ein jeder hoffte, dass nicht er es ist, den Michael zum Reden auffordert. „Seid ihr eingefroren? Hat euch der Teufel das Maul verschlossen?“

„Das nun gerade nicht“, versuchte sich ein Vetter, „doch man muss erst über einen solchen Brief nachdenken und abwägen, gut abwägen, was dir dein Verwandter rät, und was wir dir raten sollen; denn dir raten, das ist es doch, was du von uns willst.“ Die Verwandten nickten zustimmend, blieb ihnen doch Zeit zum Überlegen, was für sie abfallen könnte, wenn der – in ihren Augen reiche Verwandte – über die Irische See geht. Sie warfen Nebenfragen auf, wie was aus James werden solle, ob Michael darüber nachdenke, ob er ihn mitnähme. Was er mit Mary und Lydia vorhabe, daran denke, bevor er vielleicht gehe, sie zu verheiraten auf der Insel, was sie ohnehin schon längst sein sollten. Er habe einen gut erzogenen, fleißigen Sohn, erbot sich der Verwandte Mackey Burns, lange schon habe er erwogen, für ihn bei Mary zu werben … „Hier ist kein Heiratsmarkt“, unterbrach Michael barsch. „Redet mir nicht in meine Familie hinein, da weiß ich besser als ihr Bescheid.“ Michael entschloss sich, Zungenlöser zu spendieren. Er stellte Becher und Whisky auf den Tisch, guten, selbstgebrannten, und meinte versöhnlich, um seine Barschheit vergessen zu machen, man werde erst einmal einen Schluck nehmen, dann denke und rate es sich besser. Guten Rat aber brauche er. Doch bekam er ihn nur tröpfchenweise und musste ihn aus dem allgemeinen Gewäsch herausfinden. Je mehr Whisky floss, umso verworrener, aber auch ausgelassener entwickelten sich die Vorschläge. Mackey Burns, der seine Heiratsabsichten längst wieder vergessen hatte, sprach brockenweise einen Gedanken aus, der Hand und Fuß hatte, aber im allgemeinen Lärm beinahe untergegangen wäre, hätte Michael ihn aus der Fülle der Dummheiten nicht herausgefiltert, die seine Verwandten zum Besten gaben: Wenn James nicht mit nach England wolle, dann solle er ihm in der Grafschaft Kerry Land kaufen, das dort billig zu haben sei. Dann könne James beweisen, was in ihm stecke. Aber ihn hierlassen, hieße, Michaels Vermögen zugrunde zu richten; denn Pfarrer Hunt wird alles in die Wege leiten, um ihn aus Tipperary zu vertreiben. Ob Michael oder James, dem Pfarrer wären sie gleich. Michaels Fortgehen freilich entlaste auch sie; denn der Pfarrer habe auf alle Burns ein Auge geworfen und sähe in allen Burns Übeltäter. Michaels Zank färbe auf alle Burns ab. Der Morgen graute, als die Burnsverwandten versuchten, heimwärts zu ziehen. Whisky trinkt man nicht wie Wasser – vielleicht in Irland aus besonderem Anlass ausgenommen und der lag vor.  

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