Im vorliegenden Buch wird der Nachweis erbracht, dass die tatsächlich Schuldigen für den Ersten Weltkrieg nicht im Deutschen Reich, sondern bei den damaligen Verantwortlichen in Frankreich, Großbritannien und Russland zu finden sind.
In die Darstellung und Argumentation werden Erkenntnisse von Autoren einbezogen, die schon vor hundert Jahren haben aufzeigen können, wer die wirklich Schuldigen für die Planung und Auslösung des Weltkrieges waren. Dieses Buch ist der Arbeit dieser frühen Kämpfer für die historische Wahrheit gewidmet. Während die meisten der an Hochschulen lehrenden Historiker den von den Entente-Mächten angelegten bequemen Pfad der Schuldzuweisung an die Mittelmächte nicht verlassen haben und immer noch nicht verlassen wollen, waren diese frühen Autoren über die Rechtsbeugung und auch Lügen der Vertreter der Versailler Schuldzuweisung derart empört, dass sie sich der Darstellung der historischen Wahrheit gewidmet haben.
Der Erste Weltkrieg ist – wie die praktisch alle anderen Kriege auch – nicht „ausgebrochen“, wie gerne verfälschend gesagt wird. Er wurde von nur wenigen, zumeist im Verborgenen handelnden und untereinander eng verbundenen Mächtigen in Russland, Frankreich und England geplant und gezielt herbeigeführt. Der Erste Weltkrieg ist die so genannte Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Ohne ihn hätte es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben. Das Verstehen seiner Hintergründe ist mithin der Schlüssel zum Verstehen der Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Das Buch versteht sich – wie viele kritische Bücher zum Thema – als eine Gegenstimme zu der Geschichtspropaganda, die in den Medien zumeist als „seriöse“ Geschichtsschreibung dargestellt wird. Die Propaganda arbeitet mit dem Mittel steter Wiederholung. Die Aufklärung muss ebenso verfahren. „Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse“, sagte schon Goethe zu Eckermann.
Nur wenn wir der historischen Wahrheit endlich Gehör verschaffen können, ist eine echte Versöhnung möglich. Ohne Kenntnis der historischen Wahrheit bleiben die Menschen verführbar und manipulierbar. Wahren Frieden und echte Versöhnung kann es nur auf der Grundlage der historischen Wahrheit geben.
Werner Leuthäusser (DE)
Buch, Softcover, 320 Seiten, Format: 14,8 x 21 cm, inkl. 43 Fotos, 1. Auflage, Deutsch, ISBN: 978-3-907347-67-6, Erscheinung: 07.08.2026
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Werner Leuthäusser, geb. 1951 in Kiel, studierte Soziologie, Philosophie, Ethnologie, Politik, Religionswissenschaften, Vor- und Frühgeschichte in Bochum und Marburg/Lahn. Examen in Soziologie, Philosophie, Ethnologie, Politikwissenschaften. Diplom in Soziologie an der Philipps-Universität in Marburg/Lahn mit einer Arbeit über frühe Klassengesellschaften. Zwei Jahre Assistent am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der Philipps-Universität in Marburg/Lahn. Erhalt eines Auswahlstipendiums für die Princeton-University, Princeton, New Jersey. Promotion zum Dr. phil. (s.c.l.) mit einer Arbeit über die Entstehung staatlich organisierter Herrschaft in frühen Hochkulturen.
Zwölfjährige Lehrtätigkeit in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Fünfjährige Tätigkeit in der Geschäftsführung eines privaten Bildungsträgers, in dieser Funktion Initiator, Konzeptentwickler des Dualen Studiums und Gründungsleiter der „Fachhochschule der Wirtschaft“ in Paderborn, dort dann Professor für Interkulturelle Studien und Marktforschung/Marketing.
Nach dem Ende der Lehrtätigkeit Übersetzer und Korrekturleser von Analysen zu politischen Hintergründen, zuletzt Co-Übersetzer des Buches „Vor unseren Augen – Hintergründe der Kriege im Vorderen Orient nach 9/11“, welches 2025 im Weltbuch Verlag erschien.
Prolog
1. Einleitung
2. Die Motive und Ziele der vier wichtigsten Staaten
2.1. Frankreich
2.2. Russland
2.3. England
2.4. Deutschland
3. Die Hintergrundmächte
3.1. Die Hochfinanz
3.2. Die Hochgrad-Freimaurerei
4. Die Planung und Umsetzung des Krieges
4.1. Von 1890 - 28. Juni 1914
4.2. Der 28. Juni 1914
4.3. Vom 28. Juni 1914 - 4. August 1914
5. Nachbetrachtung
Epilog
Chronologie
Personenregister
Porträts von Protagonisten
Bibliographie
Anhang: Kurzporträts mutiger Autoren der frühen Nachkriegszeit
Über den Autor
Buchtipp 1 und 2
Nicht wenige der heutigen Zeitgenossen in Deutschland verwenden immer noch gerne die Formel, Deutschland habe zwei Weltkriege vom Zaun gebrochen. Viele tun dies aus völliger Unkenntnis, aber umso bußfertiger, je größer die Unkenntnis ist, andere durch das Schulbuchwissen „aufgeklärt“ und mithin in der Überzeugung zu wissen, wie alles genau war, stellen dann die durch vermeintlich tiefgründige Reflexion erreichte Einsicht in die deutsche Schuld zur Schau.
Ist es also wirklich sinnvoll, trotz der bereits existierenden Vielzahl an Büchern zu dem Thema der Schuldfrage des Ersten Weltkrieges und angesichts des Erfolges der Propaganda und der ihr folgenden Geschichtsschreibung in den Schulbüchern dem Thema ein weiteres Buch zu widmen?
Eigentlich reichte die Lektüre eines einzigen Buches aus, um zu wissen, dass Deutschland nicht schuldig am Ausbruch des Weltkrieges war. Gemeint ist das Buch „Die Entstehung des Weltkrieges“ von Harry Elmer Barnes, im englischsprachigen Original 1926 erschienen, auf Deutsch 1928. In diesem Buch erfährt der Leser auch, wer tatsächlich die Schuld am Ersten Weltkrieg trägt: diejenigen, die ihn auf verschwörerische Weise über Jahre hinweg geplant und vorbereitet hatten, nämlich Frankreich, Russland und England, und ihn schließlich auch auslösten, schon damals in der heimtückischen Absicht, die Schuld dem Deutschen Reich in die Schuhe zu schieben. Wer sich ernsthaft mit der Schuldfrage des Ersten Weltkrieges beschäftigt, und sei es auch nur anhand des Buches von Barnes oder auch in Ergänzung einiger anderer Bücher von Neilson, Owen oder Stieve, wird seine Studien definitiv mit der Erkenntnis abschließen, dass die Schuldfrage schon vor über hundert Jahren eindeutig geklärt war, aber immer noch in vielen Büchern und Medien darüber gelogen und die Wahrheit vertuscht wird.
Offensichtlich reichen Bücher aber nicht aus, um Menschen zu überzeugen, vor allem, wenn Schulbuch- und Feuilleton-„Wissen“ die Menschen in eine andere Richtung treiben. Dennoch: In dem vorliegenden Buch wird der explizite Versuch unternommen, den Nachweis der deutschen Unschuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu erbringen. Schließlich wird jegliche Meinungsbildung zu einem Thema fundamental vom Stand des jeweiligen individuellen Wissens über das Thema beeinflusst. Im Jahr 1954 befragte Jim Macgregor, einer der in diesem Buch zitierten Autoren, als damals 13-Jähriger einen schwer kriegsversehrten schottischen Veteranen des Ersten Weltkrieges zu den Ursachen des Krieges und erhielt die Antwort: „Ich habe keine Ahnung, mein Junge, keine Ahnung.“
Wenn auch nur wenige Menschen durch die Lektüre des hiermit vorgelegten Buches beginnen, ihren Horizont über jenen dieses Veteranen hinaus zu erweitern und die immer noch dominierende Sicht auf die Vergangenheit in Frage zu stellen, war und ist es der Mühe wert, nochmals einen Blick auf die Vergangenheit zu werfen, auch wenn bezweifelt werden darf, ob wir aus der Geschichte wirklich etwas lernen können. Vielleicht gilt das, wenn überhaupt, nur für die Generation, die selbst Zeitzeuge war.
Im Übrigen kann die Schärfung des kritischen Blicks auf die Erzählungen zur Vergangenheit einen ebensolchen Blick auf die Erzählungen zu den aktuellen politischen Geschehnissen fördern. Wir können durch das Studium der Vergangenheit in besonderem Maße unseren Blick für die Gegenwart schulen. Das Studium der Vergangenheit kann uns helfen, das Geschehen in der Gegenwart besser zu verstehen, Parallelen zu erkennen, so zum Beispiel bei dem aktuellen Konflikt in der Ukraine, seiner Vorbereitung und seiner Eskalation und Ausweitung.
Der Titel des vorliegenden Buches ist angelehnt an den Titel des Buches von Michael H. Cochran, Germany Not Guilty in 1914, Boston 1931. Wir kommen weiter unten auf das Buch von Cochran zurück. Das vorliegende Buch ist im Sinne einer historiographischen Streitschrift abgefasst worden, in Anlehnung an die Schriften aus der Scholastik, nicht der strengen dialektischen Form nach, aber durchaus mit deren gelegentlichen kämpferisch-polemischen Noten. Dieser Ansatz hat sich in Auseinandersetzung mit der im öffentlichen Diskurs vorherrschenden Interpretation zum Thema „Erster Weltkrieg“, wie auch als Reaktion auf den verengten Meinungskorridor bei historischem und aktuellem politischen Geschehen ergeben. Die gelegentliche kämpferisch-polemische Note ist mehr als erlaubt, ja sogar erforderlich, angesichts der Tatsache, dass sich drei Nationen gegen andere zum Zwecke ihrer Vernichtung verschworen haben, es aber so darstellten, dass das Opfer der Schuldige gewesen sei.
Die Darstellung ist möglichst kurz gehalten, also auf das Wesentliche in der Darstellung und Argumentation beschränkt. Das schließt gelegentliche Bekräftigungen und kurze Referenzen auf schon dargelegte Zusammenhänge im Sinne einer „dichten“ Darstellung mit ein, was ganz im Sinne des Zitates von Goethe in der Einleitung zu diesem Buch bezüglich der Wiederholung der Wahrheit zu verstehen ist.
Es gibt ausreichend Titel, die eine historische Gesamtdarstellung, garniert mit einer Vielzahl von Anekdoten, präsentieren, die so erzählt werden, als wären alle gleichermaßen konstitutiv für das Thema. Das prominenteste Beispiel hierfür dürfte das Buch „Die Schlafwandler“ von Christopher Clark darstellen, nach dessen Lektüre von fast 900 Seiten man sich fragen kann, was wirklich passiert ist.
Es geht nicht darum, dass auch Clark Fehler unterlaufen sind, wie derjenige, den während der Julikrise 1914 amtierenden serbischen Gesandten in Petersburg, Spalajković, als Leiter des serbischen Auswärtigen Amtes zu bezeichnen⁴, was er kommissarisch erst ab 1920 für kurze Zeit war. Wirklich bedeutsam ist, dass er wichtige zeitliche Abläufe nicht korrekt darstellt oder andere wichtige Tatsachen nicht erwähnt, so dass ein falsches Bild entsteht, und zwar – was besonders kritisch ist – im Hinblick auf die Schuldfrage ...
