Dr. Dominique Görlitz

Die Argonauten der Steinzeit

Auf der Suche nach dem Eisen Der Pharaonen


Bis vor wenigen Jahren ging man in der Archäologie davon aus, dass die großen Zivilisationen des Altertums für alle technischen Innovationen verantwortlich waren. Diese breiteten sich danach in die Levante, ins Minoische Kreta und noch später in das ‚barbarische‘ Europa sowie in den Kaukasus aus. Heute kann gezeigt werden, dass kulturelle Einflüsse auch in umgekehrter Richtung von den frühesten Metallkulturen vom Kaukasus sowie vom Balkan aus erfolgten. In diese Richtung weisen auch die Überlieferungen von Herodot, der älteste Handelskontakte der Ägypter bis ins östliche Schwarzmeergebiet erwähnte. Eine dieser Routen führte vom Fuße des Kaukasus durch die Meerengen des Bosporus und der Dardanellen und weiter über die Ägäis bis ins östliche Mittelmeer.

Aus diesem Grund führte Dominique Görlitz seine neue Schilfbootexpedition ABORA IV durch, um die Richtigkeit der von Herodot aufgestellten Überlieferungen experimentell zu überprüfen. Im Kielwasser der Argonauten segelte die ABORA IV vom bulgarischen Varna über Troja, Limnos und Santorin bis nach Kaş in der Türkei. Die Expedition folgte damit prähistorischen Handelsrouten, die einzigartige Stätten der Weltgeschichte repräsentieren.

Das Buch stellt sowohl neueste Forschungsergebnisse zum Bau der Großen Pyramide von Gizeh als auch alternative Befunde zur Interpretation der Himmelsscheibe von Nebra vor. Des Weiteren thematisiert der Autor neueste Erkenntnisse zum Uralt-Bergbau im Erzgebirge sowie zu den frühen Gold-Kulturen des Balkans. Dieser Bildband nimmt Sie mit auf eine abenteuerliche Spurensuche, die Sie weit zurück in die Geschichte der ältesten Kulturen Europas entführen wird.


Die Argonauten der Steinzeit – Auf der Suche nach dem Eisen der Pharaonen

Dominique Görlitz (D)

Buch, Hardcover, Pappband, A3 (42 x 30 cm), 68 Seiten, Erscheinung: 04.05.2020, 1. Auflage, Deutsch, ISBN: 978-3-906212-51-7

Die Argonauten der Steinzeit (Buch A3)

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über den Autor

Dr. rer. nat. Dominique Görlitz,

Jahrgang 1966, ist Experimentalarchäologe und Biogeograph.

Bekannt wurde er vor allem als „Steinzeit-Segler“ durch seine ABORA-Schilfboot-Expeditionen über das Mittelmeer, das Schwarze Meer und den Nordatlantik. 2012 erwarb er den Doktortitel an der FAU Erlangen-Nürnberg über die transatlantische Ausbreitung von Kulturpflanzen und interkulturellen Wechselwirkungen. 2013 entdeckte er im Rahmen einer Privatstudie an mehreren Stellen die Reste von Eisenoxid in der Großen Pyramide von Gizeh.


Prolog: Das Abora-Projekt

 

Vor 13 Jahren setzte das Team der ABORA III in New York Segel mit Kurs Europa über den Nordatlantik. 2007 war dafür jedoch kein geeignetes Jahr, denn das nordarktische Eisschild taute zu mehr als 2/3 ab und es ergossen sich Millionen km³ eiskaltes Wasser in den warmen Golfstrom, was zu schweren lokalen Stürmen führte. Nicht etwa bautechnische Mängel führten 2007 zum vorzeitigen Abbruch der Mission. Es waren die vielen Kompromisse und „Mikro-Traumen“, die damals der ABORA III aufgrund permanenter Geldnot zusetzten. 2018 war es wieder soweit, denn man hatte genügend Unterstützung für eine neue Expedition gesammelt.

Dieses Buch berichtet u.a. über sehr weit zurückreichende Handelsunternehmungen der alten Völker des Schwarzmeerraumes und der Ägäis. Noch immer ist in der Fachwelt umstritten, ob Herodots Überlieferungen (500 v. Chr.) stimmen, dass altägyptische Seefahrer den Weg ins Schwarze Meer fanden und vor mehr als 4.000 Jahren im heutigen Georgien die Stadt Poti gründeten.

Damit stellt die ABORA IV Mission die Fortsetzung des Cheops-Projektes (2013) dar, das sich mit der Nutzung von Eisen im frühen Ägypten beschäftigte. Der Nachweis solcher Fernkontakte zwischen den frühen Völkern des Schwarzen Meers und denen des Mittelmeers war das Hauptziel der neuen ABORA IV Expedition. Wenn seefahrende Kaufleute jener Zeit mit ihren Schilfbooten wie wir zwischen Bulgarien, Troja und der Ägais bis ins Ostmittelmeer verkehrten, dürften sie auch Tonnen an Fracht befördert und so den mühsamen und gefährlichen Landtransport vermieden haben.

Das Buch wird darüber berichten, dass es Schilfboote auch in den Gebieten des Schwarzen Meers und sogar am Kaukasus gab. Die Fahrt der ABORA IV trägt deshalb viel zum Verständnis des Überseehandels und des kulturellen Austauschs der Völker entlang der >Seidenstraße des Nordens< bei. Sie dokumentiert, dass bereits am Ende der Jungsteinzeit ein reger Seehandel existierte, der den Orient mit dem Okzident verband.

Die Entdeckung von Eisen im Inneren der Cheops-Pyramide führte zur Suche nach dessen Herkunft. Einer heißen Spur folgte der Autor Dominique Görlitz ins Schwarze Meer.

Erst während der Umsetzung des Projekts stellte sich heraus, dass noch andere wichtige Rohstoffe, wie Bernstein und Zinn, über die Schwarzmeerroute ihren Weg ins Niltal gefunden haben könnten. Neue Funde in Mitteleuropa lassen ungeahnte enge Verbindungen vermuten. Standen die frühen Kulturen des Mittelmeerraumes sogar mit den Mitteleuropäern in direktem Kontakt ?

Die ABORA IV sollte Fragen beantworten, die so noch niemand zuvor gestellt hat: Gab es ägyptische Seereisen über das Mittelmeer hinaus? Und ist es wirklich vorstellbar, dass die Pyramidenbauer ein Metall wie Eisen benutzten, das den Ägyptern bis dahin angeblich weder bekannt war noch im direkten Einzugsbereich des Niltals lag? Wie gelangten zudem Bronzekulturen des Mittelmeers an Zinn und Bernstein, die dort aus geologischen Gründen gar nicht vorkommen? Die ABORA IV konnte mit ihrer Fahrt einen Teil dieser Fragen überzeugend beantworten.


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Dr. rer. nat. Dominique Görlitz (Quelle: privat)
Dr. rer. nat. Dominique Görlitz (Quelle: privat)


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