Dieter-Thomas Heck

Deutschland


Dieter-Thomas Heck wurde in Flensburg geboren. Sein Vater Nils Heckscher war ein außerehelicher Sohn des Carl Gustav Prinz zu Ysenburg und Büdingen (1875–1941). Als Heck wenige Wochen alt war, zogen seine Eltern mit ihm nach Hamburg. Im Alter von fünf Jahren wurde er bei einem nächtlichen Bombenangriff in Hamburg unter einer Kellertreppe verschüttet. Wegen dieses Traumas begann Heck nach seiner Rettung zu stottern, was er mit einer Gesangsausbildung wieder ablegte. Diese führte auch zu seiner Fähigkeit als Schnellsprecher. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Technischen Kaufmann. Unter dem Namen „Dieter Heckscher“ trat er 1959 in Peter Frankenfelds Talentshow auf und sang 1961 in der Vorentscheidung des Grand Prix Eurovision de la Chanson. Bei einem Besuch des Südwestfunks in Baden-Baden 1963 bat ihn Abteilungsleiter Herbert Falk gleich im Studio als fiktiver Gast ein Interview zu geben, da der eigentliche Gast ausgefallen sei. Der Moderator stellte dabei derart ungeschickte Fragen, dass Heck das Gespräch selbst in die Hand nahm und daraufhin ein Angebot für eine Radiosendung erhielt. Fortan ging Heck jeden Samstag für 90 Minuten auf Sendung. Im Frühjahr 1964 rief Camillo Felgen mit der Bitte um eine Urlaubsvertretung beim Südwestfunk an. Der Urlaubsvertretung folgte dann von Februar 1965 bis zum September 1966 eine Zeit bei Radio Luxemburg. Dort war es üblich, sich beim Vornamen zu nennen. Weil es aber schon einen Charly und einen Dieter gab, kam Heck auf die Idee, für sich einen neuen Namen suchen zu lassen. Hierzu startete die Jugendzeitschrift Bravo einen Aufruf unter der Überschrift: „Diskjockey ohne Namen“. Die Leser fanden den Namen Thomas am passendsten, woraufhin sich der heute bekannte Name Dieter Thomas Heck ergab, wobei Thomas zunächst noch in Anführungszeichen gesetzt war, diese aber sehr bald entfielen. Bei Radio Luxemburg arbeitete er mit Frank Elstner zusammen, mit dem er bis ans Lebensende freundschaftlich verbunden war.

Es folgte das Engagement bei der Europawelle Saar des Saarländischen Rundfunks. Heck forcierte dort den deutschen Schlager, ein unter den meisten Moderatoren unbeliebtes Segment. Seine Sendung Die Deutsche Schlagerparade geriet dabei überaus erfolgreich, woraufhin mehrere Schlager-Schallplatten mit seinen Moderationen erschienen. Zusammen mit seinem Chef erfand Heck überdies 1967 die Goldene Europa, einen Preis, der die deutschen Sänger würdigte.

Dem Rundfunk- und Fernsehregisseur des Saarländischen Rundfunks Truck Branss sagte die Musik, welche Die Deutsche Schlagerparade spielte, nicht zu. Ihn beeindruckten aber die zwei Millionen Zuhörer. Deswegen bot er Heck eine Fernsehsendung an. Dieser hatte an einer Fernsehsendung aber kein Interesse, während der ZDF-Unterhaltungschef zusagte. Daraufhin präsentierte Heck von 1969 bis 1984 insgesamt 183 Mal (ohne Sonderausgaben) die ZDF-Hitparade. Nach anfänglicher Kritik der Medien etablierte sich die ZDF-Hitparade schnell als eine der wichtigsten Musiksendungen der 1970er- und 1980er-Jahre.

Für das ZDF moderierte Heck auch 4 gegen 4 (1971–1973), Die Pyramide (1979–1994), Schwarz auf Weiß, Ihr Einsatz bitte – Made in Germany (1987–1990), das Wunschkonzert Musik liegt in der Luft (1991–1998), Das ist ihr Leben (1994–1996), Das große Los (1996–2000), Showpalast (1999–2000), Das Sommer-Hitfestival (1999–2007, ab 2002 Das ZDF-Sommerhitfestival) und Das Silvester-Hitfestival (einmalig 2001).

Im Zuge der Programmreform kündigte das ZDF an, Hecks Unterhaltungs- und Benefiz-Sendungen (Das Sommerhitfestival, Melodien für Millionen) einzustellen. Der Ende 2007 auslaufende Vertrag mit Heck wurde nicht verlängert. Am 18. November 2007 gab der Moderator nach 38 Jahren und genau 11 Monaten seinen Rücktritt von der Bühne bekannt und verabschiedete sich von seinem Publikum.[7]

Das ZDF ehrte ihn am 19. Dezember 2007 mit einer Überraschungsshow unter dem Motto „Danke, Dieter Thomas Heck!“ zu seinem 70. Geburtstag, moderiert live aus Berlin von Johannes B. Kerner. Dabei waren viele Künstler, die bei Heck in der ZDF-Hitparade aufgetreten waren, unter anderem Costa Cordalis, Bernd Clüver, Udo Jürgens, Paola und Rolf Zuckowski.

Von 1994 bis 2007 präsentierte Heck die erfolgreiche Benefiz-Gala Melodien für Millionen zugunsten der Deutschen Krebshilfe. In 18 Ausgaben der Show wurden insgesamt mehr als 50 Millionen Euro für die Krebsbekämpfung in Deutschland gesammelt. 

Dieter Thomas Heck starb am 23. August 2018 im Alter von 80 Jahren in einem Berliner Krankenhaus und wurde im Rahmen einer Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf bestattet.

(Quelle: Wikipedia)

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